Amortisationsrechner
Ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt, lässt sich nicht allgemein beantworten – die Antwort hängt am eigenen Verbrauch, am Stromtarif und daran, wie viel vom erzeugten Strom im Haushalt bleibt. Der Rechner unten nimmt die drei Angaben entgegen und zeigt Jahresertrag, jährliche Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem die Anlage bezahlt ist.
Darunter steht, mit welchen Annahmen er arbeitet und an welchen Stellen die Wirklichkeit davon abweicht.
Amortisationsrechner fürs Balkonkraftwerk
Fläche, Anschaffungskosten und Einspeisevergütung eintragen – der Rechner zeigt Jahresertrag, Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem sich die Anlage bezahlt gemacht hat. Alle Annahmen lassen sich anpassen.
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Unverbindliche Beispielrechnung. Reale Erträge hängen von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Verbrauch ab. 0 % MwSt. für Photovoltaik berücksichtigt.
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Wie der Rechner rechnet
Damit die Zahl oben nachvollziehbar bleibt: Hier stehen die Annahmen, die dahinterstecken, und die Stellen, an denen die Wirklichkeit davon abweicht.
Von der Fläche zum Jahresertrag
Aus der eingegebenen Fläche schätzt der Rechner die installierbare Modulleistung und daraus den Jahresertrag. Grundlage ist der in Deutschland übliche spezifische Ertrag von rund 800 bis 1000 Kilowattstunden je installiertem Kilowattpeak und Jahr.
Diese Spanne ist keine Ungenauigkeit des Rechners, sondern die Wirklichkeit: Zwischen einem nach Süden geneigten Modul in Freiburg und einem senkrecht nach Norden montierten in Hamburg liegen Welten. Wer den eigenen Standort genauer einschätzen will, findet die Zusammenhänge im Ratgeber Ausrichtung und Ertrag ausführlicher erklärt.
Warum der Eigenverbrauch die entscheidende Zahl ist
Eine erzeugte Kilowattstunde ist nicht so viel wert wie die nächste. Wird sie im Haushalt verbraucht, spart sie den vollen Arbeitspreis – zurzeit meist zwischen 28 und 35 Cent. Geht sie ins Netz, bringt sie die Einspeisevergütung von wenigen Cent.
Der Unterschied zwischen beiden Fällen ist ungefähr Faktor fünf. Deshalb verschiebt sich die Amortisationszeit stärker, wenn sich der Eigenverbrauchsanteil ändert, als wenn die Anlage zehn Prozent mehr erzeugt. Ein Speicher setzt genau an dieser Stelle an.
Was der Rechner nicht abbildet
Er rechnet mit gleichbleibendem Strompreis. Steigt der Arbeitspreis, verkürzt sich die Amortisationszeit gegenüber dem angezeigten Wert; fällt er, verlängert sie sich.
Er rechnet ohne Alterung der Module. Realistisch sind rund 0,4 bis 0,5 Prozent Leistungsverlust im Jahr – über zehn Jahre etwa fünf Prozent weniger Ertrag.
Er rechnet ohne Ersatzbeschaffung. Der Wechselrichter hält üblicherweise 10 bis 15 Jahre und ist danach zu ersetzen; die Module halten deutlich länger.
Und er rechnet ohne Halterung und Anschlusskabel. Beides hängt von der Einbausituation ab und liegt keinem Set bei – bei der Eingabe der Anschaffungskosten also mit einplanen.
Die verwendeten Annahmen
| Spezifischer Ertrag | 800–1000 kWh je kWp und Jahr |
| Eigenverbrauch ohne Speicher | ca. 60–70 % |
| Eigenverbrauch mit Speicher | bis zu 90 % |
| Strompreisentwicklung | nicht berücksichtigt |
| Modulalterung | nicht berücksichtigt (real ca. 0,45 %/Jahr) |
| Wechselrichtertausch | nicht berücksichtigt (nach 10–15 Jahren) |
| Umsatzsteuer | 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG |