Amortisationsrechner
Ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt, lässt sich nicht allgemein beantworten – die Antwort hängt am eigenen Verbrauch, am Stromtarif und daran, wie viel vom erzeugten Strom im Haushalt bleibt. Der Rechner unten nimmt die drei Angaben entgegen und zeigt Jahresertrag, jährliche Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem die Anlage bezahlt ist.
Darunter steht, mit welchen Annahmen er arbeitet und an welchen Stellen die Wirklichkeit davon abweicht.
Amortisationsrechner fürs Balkonkraftwerk
Modulleistung und Anschaffungskosten eintragen, Speicher an- oder abwählen – der Rechner zeigt Jahresertrag, Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem sich die Anlage bezahlt gemacht hat. Alle Annahmen lassen sich anpassen.
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Unverbindliche Beispielrechnung mit 0,5 % Leistungsverlust und 3 % Strompreissteigerung pro Jahr. Reale Erträge hängen von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Verbrauch ab. 0 % MwSt. für Photovoltaik berücksichtigt.
Zahlen sehen gut aus?
Wie der Rechner rechnet
Damit die Zahl oben nachvollziehbar bleibt: Hier stehen die Annahmen, die dahinterstecken, und die Stellen, an denen die Wirklichkeit davon abweicht.
Von der Modulleistung zum Jahresertrag
Aus der eingegebenen Modulleistung in Watt-Peak und dem Ertragsfaktor ergibt sich der Jahresertrag. In Deutschland liegt der spezifische Ertrag bei Südausrichtung und guter Neigung bei rund 900 bis 1000 Kilowattstunden je installiertem Kilowattpeak und Jahr; der Rechner startet mit 950. Senkrecht am Balkongeländer sind es eher 650 bis 750, nach Osten oder Westen um 800 – die Auswahl „Ausrichtung“ setzt den Wert entsprechend.
Diese Spanne ist keine Ungenauigkeit des Rechners, sondern die Wirklichkeit: Zwischen einem nach Süden geneigten Modul in Freiburg und einem senkrecht nach Norden montierten in Hamburg liegen Welten. Wer den eigenen Standort genauer einschätzen will, findet die Zusammenhänge im Ratgeber Ausrichtung und Ertrag ausführlicher erklärt.
Warum der Eigenverbrauch die entscheidende Zahl ist
Eine erzeugte Kilowattstunde ist nicht so viel wert wie die nächste. Wird sie im Haushalt verbraucht, spart sie den vollen Arbeitspreis – zurzeit meist zwischen 28 und 35 Cent. Geht sie ins Netz, bringt sie bei den meisten Balkonkraftwerken gar nichts: Sie werden ohne Einspeisevergütung angemeldet. Nur wer mit Vergütung angemeldet hat, trägt dafür den Satz von derzeit rund 8 Cent ein.
Deshalb verschiebt sich die Amortisationszeit stärker, wenn sich der Eigenverbrauchsanteil ändert, als wenn die Anlage zehn Prozent mehr erzeugt. Ein Speicher setzt genau an dieser Stelle an – mit dem Schalter „mit Speicher“ zeigt der Rechner, wie viel er im Jahr zusätzlich einspart.
Was der Rechner nicht abbildet
Strompreis und Modulalterung sind eingerechnet: Der Rechner nimmt 3 Prozent Strompreissteigerung und 0,5 Prozent Leistungsverlust pro Jahr an. Beides lässt sich unter „Weitere Annahmen“ ändern – wer mit gleichbleibendem Strompreis rechnen will, setzt die Steigerung auf null.
Er rechnet ohne Ersatzbeschaffung. Der Wechselrichter hält üblicherweise 10 bis 15 Jahre und ist danach zu ersetzen; die Module halten deutlich länger.
Er rechnet ohne Speicherverluste als eigene Größe: Lade- und Entladeverluste von etwa 5 bis 10 Prozent stecken pauschal im Eigenverbrauchsanteil mit Speicher.
Und er rechnet ohne Halterung und Anschlusskabel, wenn du sie nicht selbst einträgst. Beides hängt von der Einbausituation ab und liegt keinem Set bei – bei der Eingabe der Anschaffungskosten also mit einplanen.
Die verwendeten Annahmen
| Spezifischer Ertrag | 950 kWh je kWp und Jahr (Süd, schräg); senkrecht ca. 700 |
| Einspeisevergütung | 0 ct/kWh (nur bei Anmeldung mit Vergütung eintragen) |
| Eigenverbrauch ohne Speicher | 65 % (üblich 60–70 %) |
| Eigenverbrauch mit Speicher | 85 % (bis zu 90 %) |
| Strompreisentwicklung | +3 %/Jahr |
| Modulalterung | 0,5 %/Jahr |
| Wechselrichtertausch | nicht berücksichtigt (nach 10–15 Jahren) |
| Umsatzsteuer | 0 % nach § 12 Abs. 3 UStG |