Amortisationsrechner

Ob sich ein Balkonkraftwerk lohnt, lässt sich nicht allgemein beantworten – die Antwort hängt am eigenen Verbrauch, am Stromtarif und daran, wie viel vom erzeugten Strom im Haushalt bleibt. Der Rechner unten nimmt die drei Angaben entgegen und zeigt Jahresertrag, jährliche Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem die Anlage bezahlt ist.

Darunter steht, mit welchen Annahmen er arbeitet und an welchen Stellen die Wirklichkeit davon abweicht.

Mit den eigenen Zahlen

Amortisationsrechner fürs Balkonkraftwerk

Modulleistung und Anschaffungskosten eintragen, Speicher an- oder abwählen – der Rechner zeigt Jahresertrag, Ersparnis und den Zeitpunkt, ab dem sich die Anlage bezahlt gemacht hat. Alle Annahmen lassen sich anpassen.

Deine Anlage

ModulleistungSumme der Nennleistung aller Module in Watt-Peak (Wp), wie sie auf dem Set steht – zum Beispiel 2 × 400 Wp = 800 Wp. Wp
Summe aller Module laut Datenblatt
AnschaffungskostenEinmalige Kosten für Set, Halterung und ggf. Speicher – also dein gesamter Investitionsbetrag. Wird der Speicher-Schalter umgelegt, wechselt der Startwert mit. €
Set, Halterung und ggf. Speicher
Ein Speicher nimmt den Mittagsüberschuss auf und gibt ihn abends ab. Der Eigenverbrauch steigt dadurch von üblicherweise 60 bis 70 % auf bis zu 90 % – so viel mehr Strom musst du nicht beim Versorger kaufen.
Eigenverbrauch 65 % des erzeugten Stroms
StrompreisDein aktueller Arbeitspreis je Kilowattstunde beim Stromversorger. So viel sparst du für jede selbst genutzte kWh Solarstrom. ct/kWh
Arbeitspreis laut Stromrechnung
EinspeisevergütungDie meisten Balkonkraftwerke werden ohne Vergütung angemeldet – der Überschuss fließt dann unbezahlt ins Netz. Nur wenn du die Anlage mit Vergütung angemeldet hast, hier den Satz eintragen (aktuell ca. 8 ct/kWh). ct/kWh
Die meisten Balkonkraftwerke erhalten keine Vergütung – nur bei Anmeldung mit Vergütung (aktuell ca. 8 ct) eintragen.
Bestimmt den Jahresertrag je kWp Modulleistung
Weitere Annahmen anpassen
Kilowattstunden je installiertem Kilowatt-Peak und Jahr an deinem Standort. In Deutschland bei Südausrichtung und guter Neigung ca. 900–1000, senkrecht am Geländer eher 650–750.
Anteil des Solarstroms, den du direkt selbst verbrauchst. Ohne Speicher üblicherweise 60 bis 70 % – je höher deine Grundlast tagsüber, desto mehr.
Mit Speicher landet ein großer Teil des Mittagsstroms im Akku und wird abends selbst verbraucht – bis zu 90 % sind möglich. Erfahrungswert, kein zugesicherter Wert.
Solarmodule verlieren pro Jahr etwas Leistung (Degradation) – typisch rund 0,5 %. Das mindert den Ertrag über die Jahre leicht.
Angenommene jährliche Erhöhung des Strompreises. Steigt er, wird dein selbst genutzter Solarstrom künftig noch wertvoller.

Dein Ergebnis

Amortisiert nach ca.
3,6 Jahre
≈ 3 Jahre 7 Monate
Jahresertrag (Jahr 1)475 kWh
Ersparnis Eigenverbrauch/Jahr108 €
Einspeisevergütung/Jahr0 €
Ersparnis gesamt/Jahr108 €
Gewinn nach 20 Jahren+2.356 €
CO₂-Ersparnis/Jahr181 kg
heute20 Jahre

Unverbindliche Beispielrechnung mit 0,5 % Leistungsverlust und 3 % Strompreissteigerung pro Jahr. Reale Erträge hängen von Ausrichtung, Neigung, Verschattung und Verbrauch ab. 0 % MwSt. für Photovoltaik berücksichtigt.

Wie der Rechner rechnet

Damit die Zahl oben nachvollziehbar bleibt: Hier stehen die Annahmen, die dahinterstecken, und die Stellen, an denen die Wirklichkeit davon abweicht.

Von der Modulleistung zum Jahresertrag

Aus der eingegebenen Modulleistung in Watt-Peak und dem Ertragsfaktor ergibt sich der Jahresertrag. In Deutschland liegt der spezifische Ertrag bei Südausrichtung und guter Neigung bei rund 900 bis 1000 Kilowattstunden je installiertem Kilowattpeak und Jahr; der Rechner startet mit 950. Senkrecht am Balkongeländer sind es eher 650 bis 750, nach Osten oder Westen um 800 – die Auswahl „Ausrichtung“ setzt den Wert entsprechend.

Diese Spanne ist keine Ungenauigkeit des Rechners, sondern die Wirklichkeit: Zwischen einem nach Süden geneigten Modul in Freiburg und einem senkrecht nach Norden montierten in Hamburg liegen Welten. Wer den eigenen Standort genauer einschätzen will, findet die Zusammenhänge im Ratgeber Ausrichtung und Ertrag ausführlicher erklärt.

Warum der Eigenverbrauch die entscheidende Zahl ist

Eine erzeugte Kilowattstunde ist nicht so viel wert wie die nächste. Wird sie im Haushalt verbraucht, spart sie den vollen Arbeitspreis – zurzeit meist zwischen 28 und 35 Cent. Geht sie ins Netz, bringt sie bei den meisten Balkonkraftwerken gar nichts: Sie werden ohne Einspeisevergütung angemeldet. Nur wer mit Vergütung angemeldet hat, trägt dafür den Satz von derzeit rund 8 Cent ein.

Deshalb verschiebt sich die Amortisationszeit stärker, wenn sich der Eigenverbrauchsanteil ändert, als wenn die Anlage zehn Prozent mehr erzeugt. Ein Speicher setzt genau an dieser Stelle an – mit dem Schalter „mit Speicher“ zeigt der Rechner, wie viel er im Jahr zusätzlich einspart.

Was der Rechner nicht abbildet

Strompreis und Modulalterung sind eingerechnet: Der Rechner nimmt 3 Prozent Strompreissteigerung und 0,5 Prozent Leistungsverlust pro Jahr an. Beides lässt sich unter „Weitere Annahmen“ ändern – wer mit gleichbleibendem Strompreis rechnen will, setzt die Steigerung auf null.

Er rechnet ohne Ersatzbeschaffung. Der Wechselrichter hält üblicherweise 10 bis 15 Jahre und ist danach zu ersetzen; die Module halten deutlich länger.

Er rechnet ohne Speicherverluste als eigene Größe: Lade- und Entladeverluste von etwa 5 bis 10 Prozent stecken pauschal im Eigenverbrauchsanteil mit Speicher.

Und er rechnet ohne Halterung und Anschlusskabel, wenn du sie nicht selbst einträgst. Beides hängt von der Einbausituation ab und liegt keinem Set bei – bei der Eingabe der Anschaffungskosten also mit einplanen.

Die verwendeten Annahmen

Spezifischer Ertrag950 kWh je kWp und Jahr (Süd, schräg); senkrecht ca. 700
Einspeisevergütung0 ct/kWh (nur bei Anmeldung mit Vergütung eintragen)
Eigenverbrauch ohne Speicher65 % (üblich 60–70 %)
Eigenverbrauch mit Speicher85 % (bis zu 90 %)
Strompreisentwicklung+3 %/Jahr
Modulalterung0,5 %/Jahr
Wechselrichtertauschnicht berücksichtigt (nach 10–15 Jahren)
Umsatzsteuer0 % nach § 12 Abs. 3 UStG
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